FAQ – Häufig gestellte Fragen Duftentwicklungsprozess
Wie läuft ein Duftentwicklungsprojekt bei dir ab?
Das Projekt startet mit der Scent Trinity™ Strategie-Session: einem intensiven Workshop, in dem wir deine Marken-DNA analysieren, die Duftrichtung definieren und einen klaren Fahrplan für die nächsten Monate entwickeln. Auf dieser Basis komponiere ich drei eigenständige Duftentwürfe, die jeweils eine andere Facette deiner Marke interpretieren. Du wählst deinen Favoriten aus. In bis zu fünf Feedbackschleifen verfeinern wir die Komposition, bis sie deine Vision präzise abbildet. Das finale Duftöl-Konzentrat wird anschließend in Grasse nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt.
Wie läuft die Scent Trinity™ Strategie-Session konkret ab?
Zur Vorbereitung erhältst du einen Fragebogen, den du online ausfüllst. Die Session selbst findet in der Regel per Videokonferenz statt. Wir tauchen in deine Markenwerte ein, analysieren deine Zielgruppe und identifizieren die emotionalen Kernbotschaften, die dein Duft transportieren soll. Inspirationsquellen wie Moodboards oder Referenzdüfte können helfen, sind aber kein Muss. Am Ende der Session haben wir ein klares Bild: Welche olfaktorische Richtung passt zu deiner Marke, welche Emotionen soll der Duft auslösen, welche Zielgruppe soll er erreichen.
Was passiert, wenn mein Briefing noch unklar ist?
Genau dafür ist die Scent Trinity™ Strategie-Session da. Die meisten Marken kommen mit einem Bauchgefühl, aber ohne klare Worte dafür. Das ist völlig normal. Meine Aufgabe ist es, dieses Bauchgefühl in eine präzise olfaktorische Richtung zu übersetzen. Mit gezielten Fragen, Duftbeispielen und Assoziationsübungen arbeiten wir uns so lange vor, bis wir beide ein kristallklares Bild haben.
Wie viele Iterationen sind üblich, bis ein Duft marktreif ist?
Im Standardpaket sind bis zu fünf Überarbeitungsschleifen enthalten. Erfahrungsgemäß sind die meisten Projekte nach drei bis vier Schleifen finalisiert. Die fünfte ist das Sicherheitsnetz für Feinschliff. Wer mehr braucht, hat meist kein Duftproblem, sondern ein Entscheidungsproblem.
Wie strukturierst du die Feedbackschleifen?
Nach jeder Iteration bekommst du physische Samples zum Testen. Anschließend besprechen wir dein Feedback per Telefon oder du schickst es mir per E-Mail: Was funktioniert, was nicht, welche Assoziationen kommen. Wichtig ist, dass dein Feedback konkret ist. Je präziser du beschreibst, desto gezielter kann ich anpassen.
Wie lange dauert die Entwicklung eines individuellen Duftes?
Vom Strategie-Workshop bis zum finalen, produktionsreifen Duftöl vergehen in der Regel 3 bis 5 Monate. Die ersten Entwürfe erhältst du nach 4 bis 6 Wochen. Eine Überarbeitung erreicht dich meist nach 2 bis 4 Wochen. Die Gesamtdauer hängt davon ab, wie schnell du testest und Feedback gibst. Wer zügig entscheidet, ist schneller am Ziel. Der anschließende optionale Produktionsprozess nimmt etwa weitere 12 Wochen in Anspruch.
Wie viele Projekte betreust du parallel?
Ich arbeite bewusst mit einer begrenzten Anzahl paralleler Projekte, damit jedes die volle Aufmerksamkeit bekommt. Aktuell nehme ich maximal 2 bis 3 Projekte gleichzeitig an.
In welcher Form werden die Duftentwürfe bereitgestellt?
Du erhältst die Duftentwürfe als physische Proben zum Testen und Erleben. Wichtig zum Verständnis: Die Samples sind keine Standardprodukte aus dem Regal, sondern individuelle Kompositionen, die speziell für dein Projekt entwickelt wurden. Jeder Entwurf ist ein eigenständiger Ausdruck deiner Markenidentität.
Rohstoffe & Qualität
Welche Rohstoffe werden verwendet?
Bei meinem Partner in Grasse stehen mir rund 1.000 Rohstoffe zur Verfügung. Ich arbeite hybrid: natürliche Öle, Absolues und Harze bringen Tiefe und Komplexität. Synthetische Moleküle liefern Präzision, Haltbarkeit und Reproduzierbarkeit. Die Kunst liegt in der Kombination, nicht in ideologischer Festlegung. Silver Lining enthält beispielsweise rund 30 % Naturstoffe, darunter fast 25 % natürliche Zitrusöle, kombiniert mit modernen synthetischen Akkorden.
Arbeitest du eher mit Natur- oder Synthetikstoffen?
Beides, je nachdem, was der Duft braucht. Naturstoffe bringen Seele. Synthetische Moleküle bringen Struktur. Ein guter Duft nutzt die Stärken beider Welten.
Kann ich eigene Rohstoffe beisteuern?
Nein. Der Grund: Sicherheit und Regulatorik. Nur mit geprüften Rohstoffen aus bekannter Quelle lässt sich die EU-Kosmetikverordnung verlässlich einhalten. Kundenrohstoffe würden den CPSR (Cosmetic Product Safety Report) erheblich verkomplizieren und verteuern.
Hast du Zugang zu exklusiven oder limitierten Materialien?
Bedingt. Ich orientiere mich an der Palette meines Herstellers, damit der Prozess reibungslos läuft. Ausnahmen sind grundsätzlich möglich, machen den Prozess aber komplizierter und teurer.
Können regionale deutsche Rohstoffe eingesetzt werden?
In Deutschland gibt es nur wenige natürliche Parfümrohstoffe. Kamille ist einer davon. Synthetische Materialien werden teilweise hier produziert, etwa Vanillin. Die Duftstoffindustrie ist als Teil der internationalen Chemiebranche stark global verzahnt. Regionales Sourcing aus Storytelling-Gründen ist möglich, stößt aber schnell an regulatorische und praktische Grenzen.
Werden Stabilitätstests durchgeführt?
Ja. Stabilitätstests sind Bestandteil der Produktentwicklung und werden im Rahmen des CPSR durch das beauftragte Labor durchgeführt. Sie prüfen, wie sich dein Duft über Zeit, Temperatur und Lichteinfluss verhält.
Wie sieht es mit mikrobiologischen Tests aus?
Für Parfums mit hohem Alkoholgehalt sind i. d. R. keine mikrobiologischen Test erforderlich. Bei anderen Kosmetika sind sind sie Teil des EU-Sicherheitsberichts und werden von einem zugelassenen Safety Assessor durchgeführt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, nicht optional.
Wird die Kompatibilität mit dem Flakon getestet?
Das hängt vom gewählten Flakon ab. Bei Standardglas-Flakons sind Kompatibilitätsprobleme selten. Bei speziellen Materialien, Beschichtungen oder ungewöhnlichen Pumpmechanismen empfehle ich einen Kompatibilitätstest, den das Labor durchführen kann.
Preise & Konditionen
Wie ist deine Preisstruktur aufgebaut?
Pauschal, mit klar definierten Leistungspaketen. Du weißt vor Projektstart genau, was du investierst und was du dafür bekommst.
Was kostet die Duftentwicklung?
Die Entwicklung pro Duft beginnt bei 3.250 € netto. Enthalten sind drei eigenständige Erstentwürfe, bis zu fünf Überarbeitungsschleifen, die Auswahl der passenden Duftkonzentration sowie die Vorabprüfung der IFRA- und EU-Konformität.
Gibt es einen günstigeren Einstieg für Gründer, um das Risiko zu senken?
Ja. Mit dem Scent Discovery Paket startest du ab 1.200 € netto. Enthalten sind die drei eigenständigen Erstentwürfe als physische Samples. Du kannst die Duftrichtungen testen, Feedback einholen und dann in Ruhe entscheiden, ob du die vollständige Entwicklung beauftragen möchtest. Wenn ja, wird der Betrag vollständig auf die Gesamtpauschale von € angerechnet.
Was kostet die Produktion?
Die Kosten für Produktion und Abfüllung sind sehr stark abhängig von Stückzahl, Flakoninhalt und Verpackung. Größere Chargen senken den Stückpreis deutlich. Ein individuelles Angebot sende ich dir, sobald wir deine Anforderungen besprochen haben.
Was kostet ein Kilogramm Duftöl?
Das hängt stark von der Komposition ab. Je höher der Anteil hochwertiger Naturstoffe, desto höher der Materialpreis. Für eine Premium- oder Nischenkomposition kalkulieren wir den kg-Preis nach Finalisierung der Formel. Transparente Preislogik: Materialkosten werden offen kommuniziert, keine versteckten Aufschläge.
Gibt es Unterschiede zwischen exklusiven und nicht exklusiven Projekten?
Jedes Projekt, das ich für einen Kunden entwickle, ist exklusiv. Ich verkaufe keine Formel zweimal. Was für dich entwickelt wird, gehört zu deiner Marke. Details zu Rechten und Exklusivität findest du weiter unten.
Kann ich die Zahlung strecken?
50 % Anzahlung vor Projektstart sind Standard. Individuelle Zahlungspläne sind bei größeren Projekten möglich und werden im Angebot geregelt.
Regulatorik & Produktion
Welche rechtlichen Standards werden erfüllt?
Alle Kreationen erfüllen die Anforderungen der EU-Kosmetikverordnung und die IFRA-Richtlinien. Das ist bei mir Standard.
Wie gehst du mit regulatorischen Einschränkungen um?
IFRA-Konformität fließt von Anfang an in die Formulierung ein. Restriktionen betrachte ich als kreative Leitplanken, nicht als Einschränkungen. Manchmal führt eine Restriktion sogar zu einem interessanteren Ergebnis als die Originalidee.
Wie wird ein Inhaltsstoff ersetzt, wenn er nicht verwendet werden darf?
Durch kreatives Re-Formulieren: Ich nutze alternative Moleküle, die den gewünschten olfaktorischen Effekt erzielen, ohne die regulatorischen Grenzen zu überschreiten. Das gehört zum Handwerk.
Unterstützt du beim CPSR (EU-Sicherheitsbericht)?
Ja. Ich arbeite eng mit spezialisierten Dienstleistern zusammen, die den Cosmetic Product Safety Report gemäß EU-Kosmetikverordnung erstellen dürfen. Die Koordination läuft über mich: Ein Ansprechpartner für den gesamten Prozess.
Wie ist das mit dem CPNP-Eintrag?
Den direkten Eintrag in das CPNP-Portal (Cosmetic Products Notification Portal) kann ich nicht für dich übernehmen, da der Zugang für Externe aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt ist. Ich stehe dir hierbei beratend zur Seite.
Unterstützt du bei der Produktinformationsdatei (PIF)?
Ja, bei der Zusammenstellung. Die PIF enthält unter anderem den CPSR, die Produktbeschreibung, die Herstellungsmethode und entsprechende Nachweise. Die „verantwortliche Person" im Sinne der EU-Kosmetikverordnung muss der Inverkehrbringer selbst benennen, also in der Regel du.
Welche Mindestabnahmemengen sind notwendig?
Wenn du selbst abfüllen möchtest und nur das Duftöl benötigst, kannst du dieses ab einer Menge von 5 kg beziehen. Die Menge sollte idealerweise innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden, da natürliche Rohstoffe mit der Zeit ihre Frische verlieren können. Wenn ich die Abfüllung für dich organisieren soll, starten wir ab einer Losgröße von 100 Stück, idealerweise 250 Stück, da die Mindestabnahme von 5 kg Duftöl so besser ausgenutzt wird.
Gibt es Obergrenzen bei der Produktion?
Nach oben gibt es keine praktische Grenze. Meine Formulierungen sind für industrielle Skalierung ausgelegt. Bei Produktionen im Tonnenbereich muss die Verfügbarkeit seltener Naturstoffe geprüft werden, eventuell ist eine Formelanpassung erforderlich.
Können meine Formeln problemlos in größere Produktionen überführt werden?
Ja. Meine Formeln werden von Anfang an so entwickelt, dass sie industriell skalierbar sind.
Ist eine Entwicklung als Extrait de Parfum mit höherer Konzentration möglich?
Ja, eine Entwicklung mit 25–30 % Duftölkonzentration ist möglich. Die Haltbarkeit eines Dufts hängt allerdings nicht ausschließlich von der Konzentration ab, sondern auch von der Komposition selbst: Bestimmte Moleküle und Naturstoffkombinationen haften besser als andere. Eine Haltbarkeit von 12+ Stunden ist ein ambitioniertes Ziel, das sich gezielt in die Formulierung einbauen lässt.
Bietest du auch Flakons und Verpackung an?
Ich berate und begleite dich bei der Auswahl. Die Beschaffung läuft über spezialisierte Zulieferer. Im Premiumbereich gibt es vielfältige Optionen: von hochwertigen Standardflakons mit individuellem Branding bis hin zu komplett individuellen Designs (bei entsprechenden Mindestmengen). Für kleine Testchargen empfehlen sich Standardflakons mit individuellem Etikett, da Sonderanfertigungen erst ab größeren Stückzahlen wirtschaftlich sinnvoll sind.
Rechte & Zusammenarbeit
Wem gehört die finale Formel?
Die Duftformel verbleibt, wie in der Branche üblich, beim Parfümeur. Du erhältst ein zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht, das sich mengenmäßig an der bestellten Menge Duftöl orientiert. Das bedeutet: Du darfst den Duft produzieren und verkaufen, so lange du willst. Um den Duft nachzuproduzieren, bestellst du das Duftöl einfach bei mir nach. Damit bist du langfristig versorgt und vermeidest größere Qualitäts- und Preisschwankungen.
Was passiert, wenn dir etwas zustößt? Habe ich dann weiterhin Zugriff auf meine Rezeptur?
Berechtigte Frage. Meine Formeln sind durch eine Absprache mit einem befreundeten Parfümeur über einen „digitalen Nachlass" abgesichert. Konkret: Sollte ich nicht mehr in der Lage sein, auf die Daten zuzugreifen, wird die Vertrauensperson nach vier Wochen benachrichtigt und erhält Zugriff auf die Formeln. Sie kann dich als Kunde weiter betreuen.
Ist meine Formel wirklich exklusiv?
Ich verwende keine Formel für zwei verschiedene Kunden. Was für dich entwickelt wird, bleibt bei dir. Zur Einordnung: „Exklusivität" im engeren Sinne ist in der Duftbranche grundsätzlich schwer umsetzbar. Ein Duft ist rechtlich nicht schutzfähig. Jeder könnte theoretisch per CGMS-Analyse ein Duplikat anfertigen lassen. Das unterscheidet Duft von Musik oder Literatur. Schutzfähig sind nur Marke und Design.
Wie wird Vertraulichkeit sichergestellt?
Alle Projektinhalte, Briefing, Formel und Markeninformationen, behandle ich vertraulich. Ein NDA ist selbstverständlich möglich und wird vor Projektbeginn unterzeichnet.
Wie läuft die Kommunikation während des Projekts ab?
Du arbeitest direkt mit mir als Parfümeur und Markenstrategen. Die Scent Trinity™ Strategie-Session findet per Videokonferenz statt. Zwischendurch kommunizieren wir per E-Mail oder Telefon, je nach Bedarf, ohne unnötige Meetings. Ein Ansprechpartner, kein Briefing-Ping-Pong.
Was erwartest du von einem guten Auftraggeber?
Ehrlichkeit im Feedback, Verbindlichkeit bei Terminen und den Mut, Entscheidungen zu treffen. Das Schlimmste für ein Duftprojekt ist endloses Kreisen ohne Richtungsentscheidung. Bereit, diesen Weg zu gehen? Dann freue ich mich auf deine Anfrage.